Die ganze Vielfalt der Bildungswege im Diakoniekolleg Hannover ist am Samstag, 24. Januar, möglichen neuen Schüler:innen vorgestellt worden bei einem Tag der offenen Tür – so wie dies auch andere Schulen im Ausbildungsverbund Hannover machen. Über 200 Gäste informierten sich bei Kooperationspartnern der Schule, Lehrer:innen und vor allem auch älteren Schüler:innen und konnten sich einen Eindruck von den Klassenräumen und der Schule insgesamt verschaffen.
Neben der Fachoberschule Gesundheit und Soziales Klasse 11 und 12, werden jeweils schulgeldfrei sozialpädagogische Assistent:innen, Erzieher:innen und Heilpädagog:innen mit Schwerpunkt Motopädie ausgebildet.
Ein weiterer großer Schwerpunkt ist die Ausbildung zur Pflegeassistent:in oder Pflegefachfrau oder -mann. Hier konnten die Besucher:innen, die oft mit ihren Eltern kamen, auch mal beim Vater Blutdruck messen oder die Pflegepuppe kennenlernen, die auch atmet und zwinkert. Die Schüler:innen können an ‚Nursing Anne‘ unter realistischen Bedingungen medizinische Eingriffe trainieren – vom Blutdruckmessen über das Legen von Kathetern und Magensonden bis hin zur Versorgung von Wunden. Lehrerin Yasmin Richter erzählte auch, dass sie schon mal einen „Room of Horror“ aufbauen, wo Spritzen neben Kaffeetassen liegen oder der Schwerkraftkatheder zu hoch liegt. Schüler:innen müssen dann alle Fehler finden. „So versuchen wir Spaß in den Theoriealltag zu bekommen“, sagte sie.
Um den Einstieg für alle Talente erfolgreich zu gestalten, informierte das Kolleg intensiv über die zusätzlichen Berufssprachkurse Pflege. Diese begleiten die Ausbildung und stellen sicher, dass auch internationale Auszubildende die Fachsprache sicher beherrschen und die theoretischen Prüfungen erfolgreich meistern. Pflegeschulleiterin Britta Laing informierte darüber, dass die Klassen künftig mit „I care plus“ ausgestattet werden. Diese digitale Lernplattform ermöglicht es den Auszubildenden, Wissen interaktiv und ortsunabhängig zu vertiefen.
Auch Träger:innen der praktischen Ausbildung hatten Infostände in den Räumlichkeiten aufgebaut, weil auch sie an den potenziellen Auszubildenden und späteren Kolleg:innen interessiert sind. So informierten zum Beispiel die Kinderladeninitiative, das Deutsche Rote Kreuz, die Katholische Kirche, die Städte Laatzen und Hannover über ihre Arbeit. Die eigenen internen Praxisträger der Dachstiftung Diakonie waren mit Vertreter:innen der Jugendhilfe- und Altenhilfeeinrichtungen ebenso vor Ort.
Neben Informationen gab es auch Muffins und Donuts, Kuchen und Waffeln zur Stärkung in einer kleinen Cafeteria, die liebevoll durch Schüler:innen geführt wurde. Mit dem eingenommenen Geld unterstützen die Klassen einzelne ihrer Mitschüler:innen bei der Finanzierung der Klassenfahrt, damit wirklich jede:r teilnehmen kann.