Lernen mit Lust und Leidenschaft zieht sich durch ihr Leben. Claudia Schippling-Herbold ist ab dem 1. August neue Schulleiterin des Diakonie-Kollegs Hannover. Bereits Anfang Juli beginnt sie mit der Einarbeitung. Claudia hat in ihrer bisherigen Berufslaufbahn verschiedenste Abschlüsse und Erfahrungen gesammelt. Sie arbeitete als Gruppenleiterin in der Kita, Heilpädagogin, Lehrerin, lehrte an staatlichen und einer Privatschule. Und nun kehrt sie mit ein bisschen Herzklopfen und Emotion dahin zurück, wo alles begann: Vor 37 Jahren begann sie im Stephansstift ihre Ausbildung zur Erzieherin an der Evangelischen Fachschule für Sozial- und Heilpädagogik, dem heutigen Diakonie-Kolleg Hannover.
Damals war das heute so bunte Gebäude noch grau und sie erinnert sich noch gut an Pausen am Annateich. Immer wieder kehrte sie in Bildungseinrichtungen im Umkreis von wenigen hundert Metern rund um das Stephansstiftsgelände zurück. 19 Jahre nach ihrer Ausbildung zur Erzieherin absolvierte sie die Heilpädagogik-Ausbildung am Bildungszentrum Birkenhof und hängte gleich noch das Studium der Heilpädagogik an der damaligen Evangelischen Fachhochschule in der benachbarten Blumhardtstraße an – und dann den Master in Sozialarbeit ebendort. Die 57-jährige Mutter von zwei inzwischen erwachsenen Töchtern – eine studiert für das Lehramt, die andere wird Erzieherin – sah trotzdem die Familie immer an erster Stelle. „Jeder unterstützt jeden in unserer Familie – so ging es; natürlich nicht ohne Nachtarbeit am Schreibtisch.“
Schippling-Herbold sammelte sieben Jahre Führungserfahrung in der stellvertretenden Schulleitung am Birkenhof Bildungszentrum. Und was sie selbst gelernt hat, gab sie unterrichtend weiter: Psychologie, Pädagogik, Heilpädagogik, Heilerziehungspflege und Praxisreflexion. Unbedingt und gerne will sie auch am Diakonie-Kolleg vor der Klasse stehen sowohl in der Sozial- als auch in der Heilpädagogik. „Ich finde es total wichtig, inhaltlich dranzubleiben“, sagt sie. Auch die Vernetzungsarbeit mit anderen Schulen will sie weiterführen: „Wir brauchen einander“. Zudem versteht sie sich als Sprachrohr für Schülerinnen und Schüler, die Besonderheiten aufweisen und oft aus dem Fokus geraten.
„Dass ich als ehemalige Schülerin an meine Ausbildungsstätte zurückkehre, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit. Besonders freue ich mich darauf, gemeinsam mit einem engagierten, erfahrenen und herzlichen Kollegium die Zukunft des Diakonie-Kollegs zu gestalten, voneinander zu lernen und die besondere Qualität unserer Schule gemeinsam weiterzuentwickeln“, sagt Claudia Schippling-Herbold.
Privat findet sie ihren Ausgleich mit Reisen – beispielsweise nach Spanien – , Schwimmen und Klavierspielen, Fitnesstraining und dem Lesen, etwa von Hermann Hesse. Und der Gang mit dem Parson-Russell-Terrier Merle gehört zur täglichen Routine.